Warum Erdwärme?

Geothermie – Wärme und Kälte aus der Erde

Ausgangslage für die Wärmequellenauswahl

Die aktuellen Vorgaben der ENEV schreiben Bauherrn im privaten wie gewerblichen und öffentlichen Bereich den Einsatz von erneuerbaren Energien sowie eine erhöhte Energieeffizienz vor. Hierbei fallen nicht nur für die Gebäudebeheizung aufzuwendende Energiemengen ins Gewicht, sondern ebenfalls die zum Kühlen notwendigen Hilfsenergien. Letztere wiegen mit steigendem Dämmstandard moderner Wohn- und Industriebauten zunehmend schwerer. Auf den Punkt gebracht ist es bei modernder Bausubstanz heute energetisch aufwendiger ein Gebäude im Sommer zu kühlen als im Winter zu beheizen. Entsprechend liegen in letzterem Bereich auch die größeren Potentiale bezüglich Senkung der Betriebskosten.

Als Wärmequelle bietet sich in beiden Fällen unsere Erde an. Mit der Erschließung der Wärmequelle Erdreich in Form mehrerer Einzelbohrungen mit Erdwärmesonde zwischen 50 und 150m Tiefe lässt sich Erdwärme gewinnen und über eine Wärmepumpe auf Nutztemperatur für die Gebäudebeheizung heben. Den umgekehrten Weg nimmt abzuführende Wärme - also Gebäudekühlung. Sie fließt dem Erdreich über die in der Bohrung verbaute Erdwärmesonde zu.

Energieeffizienz = Kosteneffizienz

Dabei bezieht eine Erdwärme-gebundene Wärmepumpe im Heizbetrieb nur 20% bis 25% der benötigten Heizwärme in Form von elektrischer Energie. Den Rest liefert kostenfrei das Erdreich. Für die Gebäudekühlung über Betonkernaktivierung oder Kühldecken fallen dagegen i.d.R. weniger als 10% der Energieaufnahme einer elektrisch betriebenen Kompressionskältemaschine an. Die korrespondierenden Verbrauchskosten verhalten sich dabei in gleicher Relation zu dem jeweils verhandelten Strompreis pro kWh.

Abhängig von der Gewichtung Wärme zu Kälte ergeben sich dabei Investitionskosten von ca. 1.000,- bis 1.300,- € pro kW installierte Heizleistung. Dabei ist die Wärmequelle von der eigentlichen Heiz- und Kühltechnik hinsichtlich ihrer Lebensdauer getrennt zu betrachten. Während moderne Anlagentechnik im Heiz- und Kühlbereich i.d.R. eine Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren aufweist, handelt es sich bei der Erdwärmebohrung bzw. bei einem Sondenfeld um ein erdberührtes Bauwerk mit einer deutlich höheren anzusetzenden Lebenserwartung. Vergleichbar sind hierbei Leitungs- und Kanalnetze, die im kommunalen Umfeld mit 20 bis 50 Jahren Abschreibungsdauer angesetzt werden.

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